Ich möchte mit euch heute dorthin, wo es weh tut. Unser Fortschritt in Medizin und Technik hat uns viel Luxus und Bequemlichkeit gebracht. Aber in einer Sache sind wir deutlich schlechter dran, als jedes Naturvolk: Bei den Regelschmerzen. In diesem Artikel beantworte ich die Fragen: Warum haben Frauen Regelschmerzen? Regelschmerzen – Was kannst du dagegen tun und zwar ohne Medikamente?

Menstruationsbeschwerden sind nicht normal und keine Frau muss unter Schmerzen leiden!

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Wie geht es dir mit deinen Regelschmerzen? Und was war heute deine wichtigste Erkenntnis? Kommentiere auf Instagram @Fraulichkeit oder schreibe mir eine Email!

Naturvölker kennen unsere Menstruationsbeschwerden nicht

Kein Naturvolk kennt Regelschmerzen und Menstruationsbeschwerden in dem Ausmaß, wie wir es erleben. Bei uns leiden fast 50% der Frauen so stark unter ihrer Periode, dass sie regelmäßig bei der Arbeit ausfallen und nicht zur Schule oder Studium gehen können. Bei manchen Frauen fühlt sich der Regelschmerz wie Herzinfarkt an. Aber was machen wir anders als Naturvölker?

Ich behaupte, uns steht vor allem der Kopf im Weg. Bevor du dich angegriffen fühlst: Ich sage nicht, dass deine Beschwerden nur in deinem Kopf sind, du sie dir einbildest oder gar selbst schuld bist. Ich meine damit, dass wir in unserer Gesellschaft ein völlig falsches Körperverständnis und Bild gelehrt bekommen und uns dieses viele Probleme bereitet.

Trennung von Körper und Geist

In der Schule und von den Ärzten wird uns beigebracht, dass wir eine Trennung von Körper und Geist haben. Entweder finden Ärzte eine biologische Ursache für deine Beschwerden und Symptome, dann ist es eine körperliche Krankheit. Oder sie finden keine körperliche Begründung und schon ist es psychosomatisch. D.h. es ist alles nur in deinem Kopf und wahrscheinlich bist du psychisch nicht gesund. Dieses Verständnis ist nicht nur falsch sondern auch sehr gefährlich!

Denn was genau sind denn deine Gedanken? Worauf beruht dein Geist und deine Psyche? Es sind alles biochemische Prozesse, bei denen Neurotransmitter ausgeschüttet und elektrische Ladungen durch deine Nervenzellen geschickt werden. Je nach dem, wie dein Körper gewachsen ist, denkst und fühlst du anders. Und diese Beziehung ist nicht einseitig sondern wirkt auch in die Gegenrichtung: Je nachdem, wie du denkst und fühlst, verändert sich auch dein Körper. Denn inzwischen weiß man:

Das Gehirn ist nicht einmal gewachsen und dann starr, sondern verändert sich mit jedem einzelnen Gedanken und Gefühl, das du hast.

Alexandra – eine Erfolgsgeschichte

Alexandra litt von Beginn ihrer Periode unter starken Schmerzen. Sie wurde von fast jedem ihrer Zyklen so stark gefordert, dass sie häufig auf Arbeit ausfiel. Sie sah oft keine andere Lösung, als die stärksten Schmerztabletten zu sich nehmen und mit Wärmflasche im Bett darauf warten, dass es vorüber geht. Ihr Frausein war ihr in dieser Zeit zuwider und gerade in diesen Momenten wäre sie ihre inneren weiblichen Organe am liebsten los gewesen.

Dann nahm Alexandra an meinem Onlinekurs teil und ließ sich von mir coachen. Statt sich weiterhin einmal im Monat die Frage zu stellen „Starke Schmerzen – welche Tabletten?“ lenkte ich ihren Fokus darauf, ihren weiblichen Zyklus als Freund zu betrachten. Seit dem sind schon 2 Zyklen vergangen. Beim ersten Menstruationszyklus machte sie zwar früher Feierabend, ging aber an jedem Tag zur Arbeit und nahm nur abends eine Schmerztablette. „Um sicher zu gehen, dass sie auch schlafen könne.“ Beim zweiten Zyklus brauchte sie weder verkürzt zu arbeiten, noch eine Wärmflasche. Nachdem jahrelang kein Arzt ihr zu helfen wusste, bzw. ihr gesagt wurde „da musst du als Frau eben durch“, erscheint ihr dieses Ergebnis fast wie ein Wunder. Und Alexandra ist als Ingenieurin ein genauso rationaler und vernunftbetonter Mensch, wie ich.

Das Ergebnis ist zwar wunderbar, aber kein Wunder!

Wie genau das funktioniert, erkläre ich dir jetzt!

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Linderung der Regelschmerzen

Gehst du zum Arzt, sieht die Behandlung meistens gleich aus: er verschreibt dir die Pille oder Schmerztabletten. Das lindert eventuell deine Beschwerden, ignoriert aber die eigentliche Ursache deiner Schmerzen und hat viele Nebenwirkungen. Deswegen schauen wir jetzt genauer hin: Was passiert im Körper während der Menstruation und woher kommen die Regelschmerzen? Erst wenn du das verstanden hast, kannst du für dich entscheiden, welche Mittel gegen Regelschmerzen für dich die richtigen sind.

1. Ansatzpunkt: Körper

Um auf körperlicher Ebene deinen Zyklus zu stärken und zu harmonisieren kannst du einiges tun. Dazu zählen Ernährung, Bewegung und Schlaf.

Unsere heutige Ernährung ist nicht gerade zyklusgerecht, dabei gibt es Lebensmittel, die Regelschmerzen lindern. In jeder Zyklusphase braucht dein Körper andere Mikronährstoffe, um die richtigen Hormone zu bilden und andere wieder abzubauen. Und der richtige Hormonspiegel ist entscheidend, um Krämpfen vorzubeugen. Du kannst deinen Körper durch kleine Veränderungen in deiner Ernährung darin unterstützen. Das Seed Cycling ist für mich die unkomplizierteste, schnellste und effektivste Art und Weise gewesen, wie ich meinen Körper auf Vordermann bringen konnte. Wie genau das funktioniert, welche Lebensmittel bei Regelschmerzen wirklich helfen und welche Hausmittel und welcher Tee bei Menstruationsbeschwerden gut tut, erkläre ich dir im kostenlosen Onlinekurs Ruhig Blut ♥ Hormon Balance. Zum Kurs >>

Je nach dem, in welcher Zyklusphase du dich befindest, fällt es deinem Körper leichter oder schwerer, körperliche Hochleistung zu bringen. Wenn du das in deinem Training berücksichtigst, wirst du nicht nur leichtere und angenehmere Zyklen haben, sondern auch deutlich bessere Trainingserfolge. Auch während der Regelblutung kann Bewegung deine Beschwerden lindern. Welcher Sport bei Regelschmerzen geeignet ist und weitere Tipps zu zyklusgerechtem Sport gibt es im kostenlosen Onlinekurs Zum Kurs >>

Yoga-Fans aufgepasst: Die meisten Yoga-Arten wurden von Männern für einen männlichen Korpus entwickelt. Wir Frauen haben aber andere Strukturen im Bauchraum und benötigen daher auch ein anderes Training. Fragt deshalb eure Yoga-Lehrerinnen, welche Stellungen wirklich für Frauen geeignet sind. Und wenn sie noch nie etwas davon gehört hat, wird es für sie Zeit für eine Weiterbildung oder für dich für einen Wechsel.

2. Ansatzpunkt: Erwartung und Fokus

Wann wurde dir das letzte Mal Blut abgenommen oder warst du Blut spenden? Hast du dich ein bisschen vor der Nadel gefürchtet oder hast du dich darauf gefreut, weil du das Ergebnis vom Blutbild wissen wolltest oder der Welt mit deiner Spende etwas gutes tun wolltest? Wie war dein Schmerzempfinden dabei?

Umso mehr wir den Schmerz fürchten, umso stärker und bewusster wird er.

Wenn du positiv gestimmt bist, rückt der Schmerz in den Hintergrund und ist schnell vergessen. Wenn du allerdings Angst vor dem Schmerz hast und ihn erwartest, fokussiert sich deine ganze Wahrnehmung auf den Schmerz und somit wirst du ihn auch überdeutlich und äußerst intensiv spüren.

Das gleiche Phänomen kennst du bestimmt auch vom Essen: Wenn du nur nebenbei isst, weil du eigentlich Fernsehen schaust, mit deinem Handy beschäftigt bist oder dich mit Freunden unterhältst, schmeckst du kaum hin. Wenn der Teller leer ist, fragst du dich manchmal „Wo ist denn das Essen hin?“ und vielleicht kannst du sagen, ob es lecker war – aber einzelne Geschmacksnoten kannst du nicht beschreiben.

Ganz anders erlebst du ein Essen, wenn du in ein schickes Restaurant gehst, in dem dir die Speisen angepriesen und wunderschön angerichtet werden und dir der Kellner jeder Gang ausführlich erklärt. Dein ganzer Fokus liegt beim Essen und du wirst regelrecht Geschmacksexplosionen erleben.

Deine Erwartung und dein Fokus spielen also bei der Schmerzwahrnehmung eine große Rolle.

3. Ansatzpunkt: Innere Einstellung

Du fokussierst dich gar nicht auf den Schmerz oder er kommt schon, bevor du überhaupt wusstest, dass du jetzt deine Periode bekommst? Das kann an dem Schmerzgedächtnis liegen. Dein Gehirn hat durch schmerzhafte Zyklen, in denen du hin gefühlt hast, gelernt, dass deine Menstruation schmerzhaft ist und erinnert sich und dich jetzt mit jeder Periode daran. Da das Gehirn nicht wirklich verlernen und vergessen kann, musst du es austricksen: Bringe ihm positive Erfahrungen, Gedanken und Gefühle im Zusammenhang mit deiner Periode bei, welche die negativen Erfahrungen mit der Zeit überschreiben.

Deine Einstellung zu dir und deinem weiblichsten Teil – deinem weiblichen Zyklus ist entscheidend für die Stärke von Regelschmerzen und ist oft treibender Faktor bei einer unregelmäßigen Periode. Wenn du etwas ablehnst, ihm gegenüber negativ eingestellt bist oder es nervig findest, ist das ein Alarmsignal an dein vegetatives Nervensystem (der unbewusste Teil deines Nervensystems, der alle Körperfunktionen reguliert wie Puls, Blutdruck, Verdauung etc.) und es reagiert mit Stress Anspannung. Und genau diese Anspannung sorgt für schwierigere und langwierigere Perioden. Denn deine Gebärmutter ist ein Muskel, der sich während der Menstruation anspannen und genauso regelmäßig wieder locker lassen muss, um die oberste Schleimhautschicht abzustoßen. Kann sie dagegen nicht richtig locker lassen, fließt alles schlechter ab – es dauert länger und du verlierst mehr Blut. Das erhöhte Stresslevel führt zu  einem unregelmäßigem Zyklus, verzögert deinen Eisprung und verschiebt deine Menstruation. Das führt wiederum zu starken Regelblutungen, da die Schleimhautschicht länger gewachsen ist und mehr abgestoßen werden muss.

Auch deine Vaginalmuskulatur leidet unter einer stetigen Anspannung durch Stress. Damit Frauen früher in der Wildnis nicht durch eine kontinuierliche Blutspur alle Raubtiere auf sich aufmerksam gemacht haben, hielt die Vaginalmuskulatur das Blut zurück, bis die Frau sich sicher fühlt und locker lässt. Diese Funktion ist immer noch in uns. Bestimmt hast du auch schon beobachtet, dass dein Blut oft schwallartig fließt oder eine große Portion kommt, wenn du auf Toilette locker lässt. Bekommt deine Vaginalmuskulatur nicht regelmäßig diese Pausen des Lockerlassens, verkrampft sie sich und äußert das mit starken Unterleibskrämpfen.

Deswegen frage dich selbst ganz ehrlich: Wie stehst du zu deiner Menstruation und deinem Unterleib? Ist das Thema für dich mit Scham behaftet? Oder sogar ein absolutes Tabu? Oder findest du es „nur“ nervig und dich dadurch in deinem Alltag limitiert? Jede negative Einstellung lässt dich verkrampfen und schwieriger bluten.

4. Ansatzpunkt: Hygieneprodukte

Viele Frauen benutzen Tampons, weil es reinlicher sein soll und nicht so schnell riecht, wie Binden. Aber diese Tampons sind Fremdkörper, die es deiner Vaginalmuskulatur noch schwerer machen. Da du vermutlich nicht stündlich deine Tampons wechselst, ist dieser viel schwerer, als deine Muskulatur eigentlich aushält – außer du übst regelmäßig mit einem Yoni-Ei*. Deine Muskulatur verkrampft und zeigt dir das durch Schmerzen.

Auch wenn du Binden nutzt, solltest du deiner Muskulatur regelmäßig eine Pause gönnen. Nimm dir ein paar Minuten Zeit, wenn du zur Toilette gehst und lass einfach alles fließen. Deine Muskulatur wird es dir danken und die Unterleibskrämpfe werden weniger – versprochen.

Wenn du dennoch auf Tampons nicht verzichten willst, denke über Bio-Tampons* oder waschbare Tampons* nach. Sie enthalten garantiert keine Chemie-Rückstände und irritieren damit deine Organe deutlich weniger. Auch die herkömmlichen Wegwerfbinden und -einlagen enthalten Weichmacher und andere Chemikalien, die über deine Schleimhäute aufgenommen werden. Als gesunde und ökologische Alternative gibt es sowohl Bio-Wegwerfeinlagen*, als auch Stoffeinlagen*. Wenn eine Menstruationstasse* für dich in Frage kommt, achte bitte darauf, dass sie aus medizinischem Silikon ist. Ansonsten ist die Gefahr von Weichmachern und anderen Rückständen zu groß.

Fazit

Keine Frau muss unter Regelschmerzen leiden! Mit wenigen Veränderungen in deiner Ernährung, deiner Einstellung und deinen Hygieneprodukten kannst du in 1-3 Zyklen deutliche Veränderungen wahrnehmen. Und das ganz ohne Medikamente oder Chemie, nachhaltig, ökologisch, vegan und gesund!

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Lerne umzudenken und deinen weiblichen Zyklus zu lieben. Mach dir dafür bewusst, dass dein Zyklus nicht nur aus der Periode besteht, sondern auch aus all den kraftvollen, schwungvollen und euphorischen Tagen dazwischen. Wenn du heute noch nicht bereit dazu bist, dann schließe Waffenstillstand mit deinem Zyklus und betrachte deine Periode nicht mehr als Feind. Sie ist keine Schwäche, sondern eine verkannte Stärke!

Wenn du deine Menstruationsbeschwerden und starke Regelschmerzen loswerden und lernen willst, Kraft aus deinem weiblichen Zyklus zu ziehen, dann kann ich dir mein 10-Wochen Programm Die große Zyklus-Uni ans Herz legen. Sie findet 3x im Jahr statt und beinhaltet einen Online-Kurs, wöchentliches Gruppencoaching in einer geschlossenen Gruppe mit max. 15 wundervollen Frauen, die alle das gleiche Ziel haben, wie du – und wenn du willst, auch persönlichem Einzelcoaching. Zur Zyklus-Uni >>

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