Oder ist das nur wieder so eine Modeerscheinung? Alle Jahre wieder wird ein neuer Trend erfunden oder wieder zum Leben erweckt. Mal machen wir mit, mal schauen wir nur zu und ziemlich oft verebbt der anfängliche⁠ Hype wieder. Was hat es nun mit dem neuen Modewort „Zyklusachtsamkeit“ auf sich?

 

Was ist Zyklusachtsamkeit überhaupt?

„Du wirst nichts verlieren, wenn du es nicht tust. Aber eben auch nichts gewinnen.“

Achtsamkeit im weiblichen Zyklus ist kein Dogma, kein Gesetz und du wirst nichts verlieren, wenn du es nicht tust. Aber eben auch nichts gewinnen. Zyklusachtsamkeit zwingt dich nicht zu einer starren täglichen Routine und es gibt nicht nur einen richtigen Weg. Selbst wenn du nur ab und zu wenige Minuten investierst, wirst du davon profitieren. ⁠

Wie übe ich Achtsamkeit im weiblichen Zyklus?

1. Zyklusachtsamkeit beginnt damit, zu wissen wo du dich in deinem weiblichen Zyklus befindest.

Deine Menstruation ist ziemlich offensichtlich, aber viele Frauen verlieren in den Wochen danach ihren Zyklus aus den Augen. Du kannst z.B. deinen Zyklustag zählen oder dir auch nur bewusst sein, in welcher Phase du dich gerade befindest.⁠

2. Zyklusachtsamkeit heißt Wissen.

Kennst du die Veränderungen in deinen Stärken und Bedürfnissen, die du monatlich mit deinem weiblichen Zyklus durchläufst? Nicht nur körperlich, sondern auch mental? Umso mehr du dich kennst, umso verlässlicher wirst du dich wahrnehmen und umso besser kannst du dich um dich selbst kümmern. Um mehr zu lernen, kannst du dich selbst beobachten, ein Buch über den weiblichen Zyklus lesen oder einen Onlinekurs machen.⁠

3. Zyklusachtsamkeit heißt, selbstbestimmt und verantwortungsvoll mit dir selbst umzugehen.

Denn wenn du weißt, wo du dich in deinem Zyklus befindest und was du in dieser Phase brauchst, schützt du dich nicht nur vor einem Burnout, sondern betreibst Selbstfürsorge. Sei hin und wieder deine Prio 1! Dazu zählt, ab und zu „Nein“ oder „Nicht jetzt“ zu sagen und Termine bewusst zu legen.⁠

Für wen ist Zyklusachtsamkeit?

Für alle! Für jung und alt, Frauen und Männer, vor, während und nach der Periode, mit der Pille und ohne.

֎ Offensichtlich hilft Zyklusachtsamkeit allen Frauen, die einen natürlichen Zyklus haben, um mit ihrem Körper zu kooperieren und dadurch gesünder und ausgeglichener zu leben.

֎ Auch Frauen, die hormonell verhüten profitieren davon: Die Pille gaukelt dem Körper eine Schwangerschaft vor. Hormonell befinden sie sich kontinuierlich in der 2. Zyklushälfte, dem inneren Herbst und der Hochzeit von PMS. Wer die körperlichen und mentalen Bedürfnisse dieser Phase kennt, wird den Pille-beeinflussten Zyklus deutlich ruhiger durchleben.

֎ Mädchen vor ihrer ersten Periode lernen, was auf sie zu kommt. Sie verlieren Berührungsängste, Scham und Sorgen und sind gewappneter und stärker, wenn die erste Blutung kommt. Das ist wichtig, denn in den ersten Jahren ist das Hormonorchester noch nicht eingespielt und dadurch gibt es mehr Menstruationsbeschwerden.

֎ Frauen in und nach den Wechseljahren können mit Zyklusachtsamkeit ihr Leben aufarbeiten und sich von negativen Glaubenssätzen zum Frausein lösen. Es ist nie zu spät, ein positives Körpergefühl und eine positive Einstellung zu seinem Geschlecht zu bekommen!

֎ Jungs und Männer sind immer auch Söhne, Brüder, Väter, Partner oder Freunde. Zu verstehen, was Frauen durchleben, welche Persönlichkeitsanteile wann verstärkt zu Wort kommen und v.a. was Frauen in welcher Zyklusphase brauchen, vereinfacht und verbessert jede Beziehung! Denn gerade in den schwierigeren Zyklusphasen fällt es uns Frauen schwer, um Hilfe zu bitten, uns zu zügeln und zu entschuldigen. In diesen Zeiten ist ein Mensch, der uns nahe ist und weiß, wie er uns unterstützen und unsere Worte nehmen muss, Gold wert!

Fazit

Achtsamkeit im weiblichen Zyklus ist also ein Weg, mit deinem Körper, deinem Frausein und deinen Bedürfnissen in Kontakt zu kommen. Nutze es, um mehr Selbstfürsorge und Selbstliebe zu kommen.⁠

Tue dir selbst etwas Gutes! Beginne jetzt mit Zyklusachtsamkeit und stecke deine Freunde, Geschwister, Kinder, Eltern, Kollegen und Bekannte an! Es gibt nichts zu verlieren – sondern so viel mehr an Beziehungsqualität zu gewinnen. Zu dir selbst und zwischenmenschlich.

Wie stehst du zu Zyklusachtsamkeit? Und wenn du schon mitmachst, wie viel Zeit investierst du darin?⁠

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Fraulichkeit - Was ist Zyklusachtsamkeit? Für Wen ist Zyklusachtsamkeit? Wie mache ich Zyklusachtsamkeit?
Fraulichkeit - Was ist Zyklusachtsamkeit? Für Wen ist Zyklusachtsamkeit? Wie mache ich Zyklusachtsamkeit?
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